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Die Finte - Status und Gefährdungen |
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Die Finte (Alosa fallax)
Dipl.-Biol. Sandra Schulze
Die Finte als anadrome Wanderfischart zählt zu den heringsartigen Fischen (Clupeidae) und ist neben der Alse (Alosa alosa) die in den norddeutschen Zuflüssen der Nordsee heimische Fischart. „Fallax" bedeutet „täuschend", welches sich auf die täuschende Ähnlichkeit zur sehr nah verwandten Alse, auch Maifisch genannt, bezieht. Während die Alse weiter in die Flüsse zum Laichen aufsteigt, bleibt die Finte in den Unterläufen der Flüsse.
Die Bestände, die ab den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts deutlichen Rückgängen unterworfen waren (NOLTE 1976, SCHUCHARDT et al. 1985), scheinen sich in jüngerer Vergangenheit in der Nordsee und ihren Zuflüssen, vor allem in Weser und Elbe, zu erholen (STELZENMÜLLER & ZAUKE 2003, NEUDECKER & DAMM 2005). Die ansteigenden Fintenzahlen entsprechen jedoch dennoch noch nicht wieder den historischen Beständen. Insbesondere in potentiellen Laichgewässern wie Ems und Eider sind die Nachweise als sehr gering einzustufen. Die Finte wird daher nach wie vor bun-desweit als „stark gefährdet" eingestuft (BFN 1998) und ist auch im Rahmen der FFH-Richtlinie als Fischart von gemeinschaftlichem Interesse (Anhang II der FFH-RL) eine europaweit bedeutsame Art.
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Heimische Flusskrebse - Opfer von Unwissenheit und Globalisierung |
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Geschrieben von: Administrator
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Freitag, 22. Januar 2010 um 08:00 |
Das Schicksal der in Mitteleuropa heimischen Flusskrebse
Dipl.-Biol. Anja Dethlefs, Zoologisches Institut der Universität Kiel
Der geschichtliche Hintergrund
Bis etwa 1860 waren Flusskrebse ein wichtiger Nahrungsbestandteil aller Bevölkerungsschichten. In fast allen Gewässern fanden sich in großen Mengen der „Edelkrebs" (Astacus astacus), der „Steinkrebs" (Austropotamobius torrentium) und der „Dohlenkrebs" (Austropotamobius pallipes). Um der Nachfrage nachzukommen, gab es in ganz Europa sehr viele Krebszuchten und Krebshälterungsanlagen ("Krebsgärten"), die jeweils mehr als 750.000 Krebse fassten. Allein in Paris aß man damals jährlich 7-10 Millionen Flusskrebse.
Doch dann starben in der Lombardei (N-W Italien) alle Krebse. Schnell kam der Begriff "Krebspest" auf, denn so schnell breitete sich das Sterben aus und man konnte seine Krebse nicht schützen. Nach wenigen Jahrzehnten gab es in ganz Europa nur noch wenige Gewässer, in denen Flusskrebse lebten. Die großen Ströme waren wie leergefegt, ein ganzer Wirtschaftszweig brach zusammen.
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