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Artenschutz

Amphibien leben in den meisten unserer Gewässer, wie auch Fische. In den meisten Fällen profitieren Beide von Maßnahmen zum Schutz der jeweils Anderen. Wie man gemeinsam einen Weg gehen kann, zeigt die hier vorgestellte Initiative. Nicht nur für die Angler des Landesfischereiverbandes Westfalen und Lippe interessant:

Amphibienschutz am Angelgewässer - Mach mit!

Amphibien gehören weltweit zu der am stärksten bedrohten Tierklasse und auch bei uns gibt es immer weniger Frösche, Kröten und Co.

Das Projekt „Amphibienschutz am Angelgewässer" zielt darauf ab, dem Amphibiensterben entgegenzuwirken und setzt dabei auf die Hilfe der Angler.

Gemeinsam mit dem Landesfischereiverband Westfalen und Lippe bietet die Initiative Angelvereinen Fortbildungsseminare an und berät bei Planung und Umsetzung von Amphibienschutzmaßnahmen. Hauptaugenmerk liegt hierbei in der Strukturverbesserung von Angelgewässern. Vor allem die Ufer- und Flachwasserbereiche von Teichen und Seen, stellen ökologisch wichtige wechselfeuchte Lebensräume dar, auf die nicht nur Amphibien sondern auch Jungfische angewiesen sind.

Die Finte (Alosa fallax)

Dipl.-Biol. Sandra Schulze

Die Finte als anadrome Wanderfischart zählt zu den heringsartigen Fischen (Clupeidae) und ist neben der Alse (Alosa alosa) die in den norddeutschen Zuflüssen der Nordsee heimische Fischart. „Fallax" bedeutet „täuschend", welches sich auf die täuschende Ähnlichkeit zur sehr nah verwandten Alse, auch Maifisch genannt, bezieht. Während die Alse weiter in die Flüsse zum Laichen aufsteigt, bleibt die Finte in den Unterläufen der Flüsse.

Die Bestände, die ab den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts deutlichen Rückgängen unterworfen waren (NOLTE 1976, SCHUCHARDT et al. 1985), scheinen sich in jüngerer Vergangenheit in der Nordsee und ihren Zuflüssen, vor allem in Weser und Elbe, zu erholen (STELZENMÜLLER & ZAUKE 2003, NEUDECKER & DAMM 2005). Die ansteigenden Fintenzahlen entsprechen jedoch dennoch noch nicht wieder den historischen Beständen. Insbesondere in potentiellen Laichgewässern wie Ems und Eider sind die Nachweise als sehr gering einzustufen. Die Finte wird daher nach wie vor bun-desweit als „stark gefährdet" eingestuft (BFN 1998) und ist auch im Rahmen der FFH-Richtlinie als Fischart von gemeinschaftlichem Interesse (Anhang II der FFH-RL) eine europaweit bedeutsame Art.

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