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crassus_trave_iconStützung und Revitalisierung geschädigter bzw. erloschener Bestände der Kleinen Flussmuschel (Bachmuschel) Unio crassus durch Wirtsfischinfektionen

Bisher am Konzept beteiligte Personen: R. Brinkmann, R. Dettmer, J. Geist, B. Gum, H. Hahn, H. Heuer-Jungemann, M. Purps, I. Richling

Zur Revitalisierung der Bestände der Kleinen Flussmuschel Unio crassus sollen Glochidieninfektionen von Wirtsfischen durchgeführt werden. Für 2011 werden in Form eines Pilotprojektes erste Maßnahmen und Untersuchungen für die Alster beantragt. Praktische Erfahrungen sollen in ein mehrjährig angelegtes Konzept für die Stützung weiterer Vorkommen einfließen. Da für die rezent noch besiedelten Gewässer(-systeme) nur individuelle Konzepte Erfolgsaussichten versprechen, sind weitere Arbeiten erforderlich: Trächtigkeitsüberprüfungen und genetische Validierung sämtlicher Vorkommen (Auswahl von Zuchttieren!), Auswertung der Störungskartierungen aus dem FFH-Monitoring (Auswahl von aussichtsreichen Wiederbesiedlungsstrecken!) und Einbindung der jeweiligen Fischereiverbände vor Ort.

 

Ziele und Ausgangssituation

Auf Grundlage der landesweit gut dokumentierten aktuellen und historischen Verbreitung (Abbildung 1) der Kleinen Flussmuschel Unio crassus (Abbildung 2) in Schleswig-Holstein (WIESE 1991, BRINKMANN 2000, BRINKMANN et al. 2007, BRINKMANN & WIESE 2010) sollen Maßnahmen zur Stützung gezielt ausgewählter Vorkommen durchgeführt und wissenschaftlich begleitet werden (Erfolgskontrollen). Die vorgesehenen Maßnahmen zielen dabei vorrangig auf die Forcierung von Wirtsfisch-Muschel-Interaktionen mit anschließendem Besatz infizierter Wirtsfische. Eine bestmögliche fachliche Analyse der Ausgangssituation soll gewährleisten, dass Maßnahmen nur an Gewässerstrecken durchgeführt werden, wo eine vergleichsweise hohe Wahrscheinlichkeit gesehen wird, einen geschädigten Bestand stützen bzw. unter Umständen ein nachweislich erloschenes Vorkommen sogar wiederentwickeln zu können (vgl. BRINKMANN 2003, BRINKMANN & HEUER-JUNGEMANN 2007).

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Abbildung 1.: Verbreitung aktueller Populationen

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Abbildung 2: Kleine Flussmuschel (Bachmuschel) Unio crassus, Ein-und Ausstromöffnung (Foto: Wiese/Brinkmann)

Insbesondere um das letztgenannte - auf Basis der gegenwärtigen Kenntnisse um die Schwierigkeit solcher Vorhaben - ehrgeizige Ziel erreichen zu können, ist es notwendig, in einem bestimmten Gewässer (einem relevanten Gebiet) nicht nur die aktuelle Lebensraumqualität einschätzen zu können, sondern insbesondere das naturnahe Entwicklungspotential unter Berücksichtigung des unmittelbaren Einzugsgebietes. Zu diesem Zweck müssen die wichtigsten das Muschelvorkommen beeinträchtigenden Störungen erarbeitet und die realen Möglichkeiten ihrer Beseitigung eingeschätzt werden können (geschieht zurzeit im Rahmen des FFH-Monitorings 2007-2013 durch einen diesbezgl. spezialisierten Ingenieur der Fachrichtung Wasserbau).

Im Sinne eines effizienten Mitteleinsatzes sollten also die Erfolgsaussichten etwaiger Maßnahmen auf Basis der vorhandenen Kenntnisse möglichst genau und gewissenhaft überprüft werden. Zum Beispiel würde es keinen Sinn ergeben, mit Muschelglochidien infizierte Wirtsfische oder gar mit großem (finanziellem) Aufwand gezüchtete Jungmuscheln in Gewässerabschnitte auszubringen, in denen Wasserqualität und/oder strukturelle Verhältnisse nach fachlichem Ermessen langfristig nicht geeignet sein werden, eine Selbstrekrutierung des Muschelbestandes zu ermöglichen.

Demgegenüber bestehen durch die im Rahmen des laufenden FFH-Monitorings an allen rezenten Standorten der Kleinen Flussmuschel stattfindenden planungsbezogenen hydrologischen und hydromorphologischen Begutachtungen sowie Störungskartierungen (Dipl.-Ing. Heuer-Jungemann, Nienwohlde) sehr gute Voraussetzungen im Hinblick auf die artspezifische Begründung von Gewässersanierungs- und -renaturierungsmaßnahmen. An mehreren dieser Standorte erscheint deren Realisierung im Zuge der Umsetzungs-Projekte zur EG-WRRL möglich (z. B. BRINKMANN et al. 2009). Auf diese Bereiche sollten sich aufgrund des Vorhergesagten alle weiteren Bemühungen zur Stützung der Bestände in den nächsten Jahren konzentrieren.

Obwohl eigentlich selbstverständlich, sollte für eine zielorientierte Vorgehensweise der Maßnahmenplanung noch festgehalten werden, dass für die Wiederbesiedlung mit Unio crassus ausschließlich Gewässerabschnitte infrage kommen, in denen nicht nur die Muscheln ihren Entwicklungszyklus vollenden können, sondern auch ihre Wirtsfischarten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sanierungs- und Renaturierungsmaßnahmen nicht nur für Unio crassus, sondern auch gezielt auf die entscheidenden (Wirts-)Fischarten konzipiert werden müssen (z. B. Förderung geeigneter Siedlungs-(Laich-)substrate, Unterstände, Kolke). Ist wenigstens mittelfristig keine Wiederherstellung geeigneter Lebensraumbedingungen für die Muscheln und/oder ihre Wirtsfische absehbar, können sämtliche Maßnahmen nicht ökologisch begründet werden und wären folglich als sinnlose Mittelverschwendung einzuordnen.

Da die Stützungs- und Wiederbesiedlungsmaßnahmen auf die Förderung der autochthonen Bestände abzielen sollen, sind noch folgende, zum Teil „großmuschelspezifische", theoretische Grundlagen zu berücksichtigen. Die außergewöhnlich große Formenvielfalt der Flussmuscheln wurde seit jeher auf ihre „geographische Beharrlichkeit" im Zusammenhang mit der Isolation der großen Flusssysteme voneinander (GEYER 1921, HAAS 1911) zurückgeführt. Die Kleine Flussmuschel in Schleswig-Holstein unterscheidet sich beispielsweise schalenmorphologisch von der bekannten Rhein- oder Donauform und ist der nördlichen Unterart Unio crassus crassus zuzuordnen. Des Weiteren ist für jede Unterart bekannt, dass durch die Anpassung an die ökologischen Bedingungen des jeweiligen Wohngewässers „Lokalrassen" ausgebildet werden. Vor dem Hintergrund ihrer stationären Lebensweise und des fehlenden natürlichen Austausches zwischen verschiedenen Naturräumen und/oder Flusssystemen bestehen also lokale Isolationsphänomene, die sich in charakteristischen Schalenformen widerspiegeln (Abbildung 3). Letztere sind in älteren Bestimmungswerken für viele Flusssysteme beschrieben und abgebildet. Viele der auch für andere Unionidae-Arten beschriebenen Lokalrassen sind inzwischen mit der Degeneriierung ihrer angestammten ursprünglichen Lebensräume erloschen oder zu Lasten der genetischen Variabilität durch ökologisch anspruchslosere Sekundärformen ersetzt worden. In Schleswig-Holstein konnte erfreulicherweise mit den ersten FFH-Erhebungen (BRINKMANN 2000) die typische Eider-Form des U. crassus als lokale Rasse U. crassus maximus f. litoralis (KOBELT 1872) bestätigt und von anderen Formen unterschieden werden.

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Abbildung 3: Schalenformen von Lokalrassen (Foto: Wiese/Brinkmann)

ENGEL & WÄCHTLER (1989) zeigten anhand des Vergleiches von schleswig-holsteinischen (Alster) und niedersächsischen (Schnegaer Mühlenbach) Populationen, dass die morphologischen Merkmale der Lokalrassen mit speziellen entwicklungsbiologischen (physiologischen) Anpassungen gekoppelt und von daher auch genetische Unterschiede anzunehmen sind. Die nachgewiesene enge Bindung bestimmter Populationen der Kleinen Flussmuschel an ausschließlich bodenständige Wirtsfischpopulationen im Hinblick auf einen erfolgreichen Ablauf des Entwicklungszyklus weist in die gleiche Richtung und beruht darauf, dass sich die Muschel- und Fischfauna eines Fließgewässers in Coevolution entwickelt hat (DETTMER 1982).

Somit kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei den wenigen noch erhaltenen Populationen der Kleinen Flussmuschel in Schleswig-Holstein um hochwertige naturgewachsene Bestände handelt, die den ursprünglichen Status der Genetik widerspiegeln (FALKNER 1990). Aufgrund des Vorhergesagten soll auch im Rahmen der geplanten Wiederbesiedlungsinitiativen besonderer Wert auf die genetische Validierung der einzelnen Populationen gelegt werden (vgl. GEIST 2010, GEIST & KÜHN 2005, GEIST et al. 2010 a,b, TAEUBERT et al. 2010), um eine genetische Vereinheitlichung durch ungeeigneten Besatz im Vorwege vermeiden zu können.

Vorgehensweise

Vorbemerkung:

Wesentliche Erfahrungen mit Stützungsmaßnahmen für geschädigte Großmuschel-Vorkommen resultieren aus dem Flussperlmuschel-Projekt an der Lutter, welches seinerzeit von der Arbeitsgruppe Prof. WÄCHTLER der TiHo Hannover wissenschaftlich begleitet wurde (z. B. ALTMÜLLER & DETTMER 2002), und aus dem F&E-Projekt Ailsbach/Bayern unter Leitung von Dr. S. HOCHWALD (in HENKER et al. 2003).

Von einer Vielzahl anderer Projekte, die sich im Unterschied zum Lutterprojekt nicht mit der Sanierung des gesamten die Muschelvorkommen betreffenden Einzugsgebietes befassten, sondern sich allein auf die Ausbringung glochidieninfizierter Fische konzentrierten, sind uns keine Erfolgsmeldungen bekannt. Einschlägige Literaturangaben sprechen ebenfalls dafür, dass die Schädigung von Muschelvorkommen in der Regel nicht auf den Mangel an infizierten Wirtsfischen oder deren Infektionsgrad zurückzuführen ist, sondern andere Ursachen hat (z. B. GEIST 2005). Aus diesem Grund kann auch nicht erwartet werden, dass sich Bestände allein durch Besatzmaßnahmen ohne begleitende Sanierung der Habitate verbessern (z. B. Ailsbach, HENKER et al. 2003). Bezeichnenderweise handelt es sich bei der Lutter um ein Gewässersystem, von dem absehbar war, dass es im Anschluss an einen PEPL weitreichend saniert und renaturiert werden konnte (ALTMÜLLER 2005, ALTMÜLLER & DETTMER 1996, 2006).

Im Hinblick auf größtmögliche Effizienz sind für die Konzept-Inhalte des eigenen Vorhabens zwei Erfahrungen aus dem Lutter-Projekt besonders wichtig: 1) Die Aufzucht und Hälterung von Großmuscheln unter Laborbedingungen ist vermutlich immer mit großen Verlusten verbunden und durch das Aussetzen von Jungmuscheln konnte bisher in keinem Fall Bestandsverbesserungen erreicht werden, im Gegenteil starben die ausgesetzten Muscheln - an möglicherweise nicht geeigneten Stellen des Gewässers - ab. 2) Die Infektion von Wirtsfischen erwies sich als erfolgreicher, wobei es wichtig war, die geeignetsten Fischarten und -Populationen (Bodenständigkeit) für die Infektion zu ermitteln. Gezielte Voruntersuchungen zeigten derzeit, dass die Entwicklung der Glochidien nur an bestimmten Fischarten und zum Teil sogar nur an bodenständigen Populationen erfolgreich ablief (DETTMER 1982).

Strategien der vermehrten Ansiedlung von Muscheln und jeweils notwendige Arbeiten

  • Prioritär: Besatz mit labor- oder freilandinfizierten Fischen, die aus dem Gewässer selbst stammen oder aus der Zwischenvermehrung.
  • Nebenaspekt: Aufzucht- und Hälterungsversuche und unter Umständen Besatz mit 2-3jährigen Jungmuscheln.
  • Erfolgskontrollen (nach Möglichkeit im Rahmen des laufenden FFH-Monitorings der FFH-Anhangs-II Art Unio crassus).

Untersuchungen von 2010-2012 (Vorstudie)

Im Rahmen der Vorstudie soll ein Pilotprojekt Alster-Bille mit der Durchführung von Wiederbesiedlungsmaßnahmen und Austestung verschiedener Methoden der Wirtsfischinfektion, Hälterung u.a. durchgeführt werden. Des Weiteren sollen aus diesem Projekt gewonnene Erfahrungen und weitere gezielte Untersuchungen in anderen Gewässersystemen dazu dienen, ein langfristiges und landesweites Projekt zur Wiederbesiedlung von Unio crassus in geeigneten Gewässersystemen seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes zu begründen.
 

Pilotprojekt Alster-Bille

Für das Pilotprojekt Alster-Bille ist es wichtig, den voraussichtlichen Trächtigkeitszeitraum von Unio crassus von Ende Mai-Mitte Juni komplett zur Verfügung zu haben. Da mit einer gewissen Vorlaufzeit allein durch das Einholen von Befischungsgenehmigungen gerechnet werden muss, ist nach Lage der Dinge (Antragstellung bis Ende März und Zeitraum bis möglicher Bewilligung) eine Durchführung erst in 2011 realistisch. Gründe für die vorläufige Konzentrierung von Maßnahmen auf das System der Oberalster sind folgende:

  • Obwohl heute nur noch in kurzen Abschnitten in der ehemals vom Quell- bis in den Mündungsbereich durchgehend besiedelten Alster vorkommend, handelt es sich an diesen Stellen um den vergleichsweise vitalsten (dichtesten) Bestand von Unio crassus in Schleswig-Holstein. Somit sollten sowohl trächtige Muscheln als auch infizierte Wirtsfische mit vergleichsweise geringem Aufwand gesammelt bzw. gefangen werden können. Das Verhältnis von Muscheldichte zum Wasservolumen/mittlerem Abfluss ist diesbezüglich deutlich günstiger als an allen anderen bekannten Vorkommen.
  • Die ehemalige Besiedlung weiterer Alster-Abschnitte und mindestens eines Zuflusses (Ammersbek) ist historisch belegt, so dass besonders an diesen Stellen von guten Erfolgsaussichten einer künstlichen Wiederansiedlung auszugehen ist.
  • Im Rahmen der Vorplanungen zur EG-WRRL konnten die Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässermorphologie und Wasserqualität gezielt auf das Vorkommen und die ökologischen Ansprüche der FFH-Anhangs II-Art Unio crassus abgestimmt werden (BRINKMANN et al. 2009). Beispielsweise wurde neben der Förderung naturnaher Abfluss-/Strömungsbedingungen durch gezielte Profileinengungen der Wiederherstellung einer langfristig stabilen Kiessohle als potenzielles Muschelhabitat hohe Bedeutung eingeräumt. Die betreffenden Alster-Abschnitte kommen besonders für Wiederbesiedlungsversuche mit Unio crassus und möglicherweise bestimmten Wirtsfischarten infrage.
  • Ebenfalls im Sinne des effizienten Mitteleinsatzes sollen an der Alster Erfahrungen im Hinblick auf die Durchführung vergleichbarer Projekte an weiteren gefährdeten Unio crassus-Standorten gewonnen werden, um an diesen unnötige Untersuchungen/Maßnahmen/Kosten vermeiden zu können.
  • In der Bille zeigten die letzten Untersuchungen, dass der Unio crassus-Bestand vor dem Erlöschen steht und u. U. inzwischen erloschen ist. Die letzten lebenden Tiere wurden 2003 bei Hamfelde festgestellt. Für das Aufkommen von Jungmuscheln wichtige chemo-physikalische Bedingungen im Bodenlückensystem und die Wasserqualität werden aufgrund des Nachweises ökologisch anspruchsvollerer Makrozoobenthosarten und eines reproduzierenden Groppenbestandes andererseits zurzeit als relativ gut eingeschätzt. Um hier eine mögliche Wiederbesiedlung durch Besatz mit infizierten Fischen vorbereiten zu können, soll überprüft werden, ob der Fischbestand noch Glochidieninfektionen aufweist. Für zukünftige Erfolgskontrollen sollte der Oberlauf der Bille bei Hamfelde aufgrund seiner gut einsehbaren Sohle und der aktuellen Fehlens von Jungmuscheln vergleichsweise sehr gut geeignet sein.
Bezüglich der Wirtsfischinfizierung stellen sich folgende Fragen: Welche Fischarten fungieren gegenwärtig als Wirte in den betreffenden Gewässern? Kommen potenzielle Wirtsfischarten aktuell in den betreffenden Gewässern oder in bestimmten Strecken nicht mehr (erloschen) oder nur noch in geringen Dichten vor? Kommen erfolgreich infizierte Fischarten in dem betreffenden Gewässersystem natürlich auch noch an Stellen vor, an denen Wiederbesiedlungsmaßnahmen vorgesehen sind? Sollte Letzteres der Fall sein, scheiden diese Stellen für den Besatz mit künstlich infizierten Fischen aus, da das Fehlen der Muscheln dann offenbar auf andere Störungen zurückzuführen ist (z. B. Sedimentproblematik oder Wasserqualität).

Notwendige Arbeiten

  1. Datenrecherche (Literatur und Fischartenkataster) des aktuellen und historischen Artenbestandes im Hinblick auf mögliche (wahrscheinliche) Wirtsfischarten (Vorarbeiten betreffs der Alster sind bereits im Rahmen des FFH-Projektes und EG-WRRL-Vorplanung erfolgt).

    Aufwand (1): kostenneutral
  2. Untersuchungen hinsichtlich der Wirtsfischeignung der vorkommenden Fischarten durch Überprüfung ihrer Infektion mit Muschelglochidien und deren anschließender molekularbiologischer Identifikation (Befischungen und Laborarbeiten). Je nach besiedelter Fließgewässerlänge Befischungen von 1 bis mehreren Abschnitten (~200m) und Entnahme (Tötung/Kiemenfixierung) nur der erkennbar infizierten Individuen. Des Weiteren sind Befischungen zwecks Ausschluss von mit Unio crassus-Glochidien infizierten Wirtsfischarten an zur Wiederbesiedlung ausgewählten Strecken notwendig (siehe oben).
  3. Bezüglich der künstlichen Wirtsfischinfektion für Besatzmaßnahmen und möglicher Aufzucht-/Hälterungsversuche besteht Kontakt zu Herrn Hartwig Hahn (LSFV-Bruthaus, Aukrug-Homfeld), der zuletzt in seinen Anlagen erfolgreiche Glochidieninfektionen mit der Großen Flussmuschel Unio tumidus und der Malermuschel U. pictorum durchführen konnte. Da Herr Hahn sich bereit erklärt hat, in seinen Anlagen auch diesbezügliche Versuche mit Unio crassus zu betreuen, wäre es sinnvoll, auf seinen Erfahrungen aufzubauen. Primär können für Infektionsversuche Bach- und Meerforellen, die alljährlich routinemäßig besetzt werden, Verwendung finden. Durch Stichproben ist im Labor zu überprüfen, ob die Infektion bei diesen erfolgreich verläuft (z. B. Infektion einer Kontroll-Gruppe von 100 Individuen der betreffenden Fischart, die anschließend nicht für den Besatz verwendet wird, und Konservierung von je 5 Individuen in ca. 2wöchigem Abstand über den Zeitraum der Trächtigkeitsperiode zur Nachkontrolle der Infektion). Kann keine Infektion nachgewiesen werden, ist die Fischart wenigstens in dem betreffenden Gewässer als Wirtsfischart nicht geeignet.

    Aufwand (2-3):
    Um infizierte Fische zu erhalten oder den Nachweis ihres Fehlens zu führen, werden jeweils 3 Befischungen an 4 nachweislich besiedelten Muschelstandorten (Alsterabschnitt: Speckel bis Gut Stegen) und 4 nach den bisherigen Kenntnissen rezent unbesiedelten Standorten (Alster: Horst, oberhalb und unterhalb Stegen, Ammersbek) für notwendig gehalten, und zwar in der Hauptfortpflanzungszeit von Unio crassus von etwa Ende Mai-Anfang Juni. Die möglichst genaue Feststellung des Trächtigkeitszeitraum soll durch Beobachtung des Glochidien-Ausstoßes bei laborgehälterten Alster-Tieren gewährleistet werden. Nach Möglichkeit sollten mit jeder Befischung an jedem Standort mindestens 30 Fische/Art erfasst werden, die dann vor Ort hinsichtlich ihrer Infektion mit Muschelglochidien untersucht würden. An der Bille soll entsprechend je ein Abschnitt bei Hamfelde und Grande untersucht werden.

    Für die genetischen Untersuchungen nach GERKE & TIEDEMANN (2001) zur Unterscheidung der Glochidien sämtlicher Unionidae-Arten muss eine Systemetablierung auf Grundlage von jeweils 3 eindeutig identifizierten Exemplaren der infrage kommenden Muschelarten (maximal 6 Unionidae-Arten) erfolgen. Für die Systemetablierung durch die AG Molekulare Zoologie der TU München (PD Dr. R. KÜHN) in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie (Prof. Dr. J. GEIST) inklusive der genetischen Validierung sämtlicher schleswig-holsteinischer Unio crassus-Bestände und der Analyse und Auswertung (DNA-Präp., PCR, RFLP, Dokumentation) von Wirtsfischkiemen-Proben (s.u.: Weitere Untersuchungen/Maßnahmen) würden einmalige Kosten entstehen.

    Betreuung und Durchführung von Wirtsfischinfektionen, wobei voraussichtlich geeignete Fischarten noch auszuwählen sind. Abhängig von den Ergebnissen der vorgeschlagenen Untersuchungen (Glochidienidentifikation, siehe oben) kann sich die Auswahl in den Folgejahren noch ändern. Versuche im Hinblick auf möglichst langfristige Hälterung und Aufzucht von Jungmuscheln. Es wird vorläufig mit einem geschätztem Zeitaufwand von 64 Std. in der Hauptträchtigkeitsphase von Unio crassus von Mitte Mai-Mitte Juni kalkuliert.

Weitere Arbeiten im Rahmen der Vorstudie (2010-2012)

Verschiedene Untersuchungen an allen bekannten Unio crassus-Vorkommen sollen Informationen liefern, um Stützungsmaßnahmen in weiteren Gewässersystemen in den Folgejahren möglichst effizient und gut vorbereitet durchführen zu können.

Folgende Fragen sind diesbezüglich zu klären:

Werden in den betreffenden Gewässern ausreichende Anzahlen von Muscheln trächtig, die dann für die Infektion von gezielt auszuwählenden Besatzfischarten oder vor Ort gefangenen Fischen verwendet werden können? Falls dies nicht der Fall sein sollte, muss mit Hilfe der dann erfolgten genetischen Validierung sämtlicher schleswig-holsteinischen Bestände entschieden werden, ob trächtige Tiere aus einer genetisch ähnlichen Population für Infektionsversuche infrage kommen.

Wann werden die Muscheln der verschiedenen Populationen jeweils trächtig (kann naturraum-, gewässerabhängig variieren), sodass günstige Befischungstermine für vor Ort-Infektionen festgelegt werden können?

Welche Fischarten werden routinemäßig zu welchen Zeiten besetzt und sind geeignete Wirtsfischarten dabei? Um infizierte Wirtsfische besetzen zu können, müssen Besatzzeiträume - u. U. für zurückgehaltene Untergruppen - an die Trächtigkeitsphase von Unio crassus (Mai-Juni) angepasst werden. In diesem Zusammenhang ist die Kontaktaufnahme zu den Fischereiverbänden vor Ort sehr wichtig, um diese für Maßnahmen motivieren und nach Möglichkeit daran beteiligen zu können (vgl. Pilotprojekt Alster-Bille: Infektionen, Hälterung und Aufzucht). Mittelfristig sollte es das Ziel sein, möglichst für alle bezgl. der Neu-und Wiederbesiedlung infrage kommenden Gewässersysteme (Alster, Bille, Eider-Schierenseebäche, Treene-Bollingstedter Au, Trave-Schwartau, Schwentine-Alte Schwentine) Ansprechpartner vor Ort zu gewinnen und lokale Hälterungsmöglichkeiten für trächtige Muscheln und Wirtsfische zu eruieren oder neu zu schaffen.

Wichtig! Welche Strecken in den betreffenden Gewässern eignen sich für Wiederbesiedlungsversuche? Da im Rahmen des laufenden FFH-Monitorings (2007-2013) detaillierte, planungsbezogene Kartierungen der Hydromorphologie/Hydrologie und Störungen in allen von Unio crassus besiedelten Gewässern durch einen spezialisierten Ingenieur der Fachrichtung Wasserbau (Dipl.-Ing. H. Heuer-Jungemann, Nienwohlde) erfolgen, sollten diese Ergebnisse unbedingt für ein Konzept für Unio crassus-Stützungsmaßnahmen in den Folgejahren verwendet werden (vgl. Pilotprojekt Alster: Maßnahmenvorplanungen EG-WRRL, BRINKMANN et al. 2009).

 

Folgejahre ab 2013: Ausblick

Auf Basis des gegenwärtigen Kenntnissstandes (BRINKMANN 2000, 2007) könnten nachfolgend aufgelistete Gewässer(-abschnitte) für Wiederbesiedlungsmaßnahmen in den Folgejahren infrage kommen. In diesen Jahren können anfänglich an ausgewählten Standorten gefangene Fische vor Ort infiziert werden und mit zunehmendem Wissen hinsichtlich besonders geeigneter Wirtsfischarten diese über Zwischenvermehrung Verwendung finden (= zeitlicher Vorlauf, da nicht von Anfang an klar ist, welche Fischarten besonders geeignet sind; möglich wäre aber auch, die Kenntnisse über Wirtsfischarten zu nutzen und zumindest in einzelnen Fällen Fischarten wie Elritze, Hasel und Meer-/Bachforelle zu besetzen, wenn sie für die betreffenden Gewässer standorttypisch sind und sich die Infektion im Labor als erfolgreich erwiesen hat, s. Pilotprojekt: Notwendige Arbeiten 3). In allen Gewässern sollten nach 4-5 Jahren erfolgten Wiederbesiedlungsmaßnahmen Erfolgskontrollen (Abbildung 4) durchgeführt werden, um kritisch überprüfen zu können, ob eine Fortführung der Maßnahmen noch sinnvoll ist (vgl. DETTMER & BRINKMANN 2008). Bei Ausbleiben des Wiederbesiedlungserfolges könnten unter Umständen dann Maßnahmen anderer Art (Struktur oder Wasserqualität verbessernde) begründet und eingefordert werden (z. B. auf Basis der Störungskartierungen und -analysen im Rahmen des FFH-Monitorings).

 

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Abbildung 4: Markierungen für die Erfolgskontrolle von Wiederbesiedelungsmaßnahmen (Foto: Wiese/Brinkmann)• Alster/Ammersbek: Fortführung von Wirtsfischinfektionen voraussichtlich an den unter Pilotprojekt Alster vorgeschlagenen Strecken (Alster und Ammersbek).

  • 2 Abschnitte der Oberen Treene (Norderholz, Oeversee-Frörup, Bestand erloschen, Renaturierungsmaßnahmen wie Anlage von Kiesbetten finden z. T. im Rahmen des Treene-Projektes statt; zu klären bleibt, ob bei den offensichtlichen stofflichen Einträgen/Belastungen eine ausreichende Sanierung erreicht werden kann).
  • 2 Abschnitte der Oberen Bille (spärliche, überalterte Vorkommen bei Hamdorf, erloschene oberhalb von Hamdorf; zu klären bleibt, ob bei den offensichtlichen stofflichen Einträgen/Belastungen eine ausreichende Sanierung erreicht werden kann).
  • 2 Abschnitte der Mittleren Bille (Grande bis Sachsenwaldau, Bestand erloschen; zu klären bleibt, ob bei den offensichtlichen stofflichen Einträgen/Belastungen eine ausreichende Sanierung erreicht werden kann).
  • 2 Bachabschnitte Hahnheide (aktuell keine Schalenfunde mehr, aber historisch belegt).
  • 1 Abschnitt Schwentine-Oberlauf (erloschene Vorkommen oder nicht standorttypisch, Klärungsbedarf durch Vereinsmitglieder).
  • Abschnitte der Alten Schwentine (Schwerpunkt auf Waldabschnitte, in Grabenabschnitten sinnlos aufgrund relativ intensiver Unterhaltung).
  • 1 Abschnitt Norderbeste und/oder Barnitz; zu klären bleibt, ob bei den offensichtlichen stofflichen Einträgen/Belastungen eine ausreichende Sanierung erreicht werden kann).
  • 2 Abschnitte Schwartau (Riesebusch, spärliche Vorkommen, Renaturierungsmaßnahmen finden stellenweise statt (vgl. BRINKMANN & HEUER-JUNGEMANN 2007), Pastoratsholz, erloschene Vorkommen; zu klären bleibt, ob bei den offensichtlichen stofflichen Einträgen/Belastungen eine ausreichende Sanierung erreicht werden kann).

 

Literatur:

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Dr. Bernd Sahlmann

Abrechnung, Einlagerung von Proben

Verein zur Förderung der Naturkunde in Cismar
Bäderstr. 26
23743 Cismar
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04366-1288

Dr. Rainer Brinkmann

Koordination, Information der Vereine, Befischungen und Aufsammlungen

LimnoFaunistische Erhebungen
Klint 15
24256 Schlesen
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01520-9108248

04303-1276 (Fax)

Rainer Dettmer

Information der Vereine, Befischungen und Aufsammlungen

Muscheln & Wirtsfische
Giesener Str. 13
30519 Hannover
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0511-8756315

0175-2427319

 

Prof. Dr. Jürgen Geist

Genetische Validierung

TU München-Weihenstephan
Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie
Mühlenweg 22
D-85350 Freising
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http://www.wzw.tum.de/fisch

08161-713767
08161-713477 (Fax

Katharina Stöckl & Marco Denic

Muschelkoordination TU München - Weihenstephan
Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie
- Muschelkoordinationsstelle Bayern -
Mühlenweg 22
85354 Freising
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08161-713478
08161-713477 (Fax)
Prof. Dr. Ralph Kühn Genetische Validierung TU München - Weihenstephan
- AG Molekulare Zoologie -
Hans-Carl-von-Carlowitz-Platz 2
85354 Freising
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08161-71-4608
08161-71-4613
(Fax )
Dr. Bernhard Gum Genetische Validierung Bezirk Oberbayern
- Fachberatung für Fischerei -
Vockestr. 72
85540 Haar

089-45234-12

Hartwig Hahn

Wirtsfisch- und Muschelhälterung und Wirtsfischinfektion

LSFV-Bruthaus
Wiesengrund 1
24613 Aukrug-Homfeld
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04873-598

Dr. Ira Richling

Beratende Diplom-Biologin

Asperger Str. 21
70439 Stuttgart
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0711-99375050
0151-50591975

Dipl.-Ing. Helmut Heuer-Jungemann

Fachberatung zu potenziellen Wiederbesiedlungsstrecken

Büro für ökologisch begründeten Wasserbau
Parkring 3
29596 Nienwohlde
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05802-4674

05802-1603 (Fax)

0171-9809203

Hilfskräfte (ehrenamtlich)

Besetzen infizierter Fische, Fischtransporte, Protokollführung und Tragkräfte bei Befischungen, Etikettierung von Proben

Angelvereine, Verein zur Förderung der Naturkunde in Cismar

 

 

Weitere Ansprechpartner:

Name

Tätigkeiten

Anschrift

Tel./Fax

Martin Purps

Fachberatung Fische, Kontaktaufnahme zu den Fischereiberechtigten und
Angelvereinen, Weitergabe von
Informationen

Landessportfischerverband (LSFV) Schleswig-Holstein
Papenkamp 52
24114 Kiel
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0431-676818

0431-676810 (Fax)

Dr. Reinhard Altmüller Sanierung von potenziellen Wiederbesiedlungsstrecken Roemerweg 11
29331 Lachendorf
05145-6883

Prof. Dr. Klaus Wächtler

Fachberatung Großmuschel-Wirtsfisch-Interaktionen

Dorfstr. 27
23701 Eutin-Fissau

 

04521-72826

04521-79853 (Fax)

 

 

 

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